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Tressen

Tressieren – was ist das?

Wer das erste Mal das Verb tressieren hört, meint, wohl nicht richtig gehört zu haben. Geht es nicht vielleicht eher um dressieren; das kennt man ja, aber in Zusammenhang mit dem Fachjargon des Friseurhandwerks?! Tressieren kommt aus der französischen Sprache von Tresser, was (einen Zopf) flechten bedeutet. Und darum geht es hierbei auch vornehmlich, auch wenn die verarbeitete Haarpracht quasi „gezähmt“ werden muss: Beim Herstellen und Verdichten von Perücken oder zur Fertigung von Clip-In-Strähnen werden kurze Haare mit Fäden aneinandergeknüpft; eine Spezialität des Friseurhandwerks.

Tressieren wie Richtig

Die älteste Art der Befestigung von Haaren zur Herstellung solcher Werke findet auf dem sogenannten 2-teiligen Tressierrahmen, z.B. aus Holz und Guss statt, den man auf einem Tisch festspannt. Gearbeitet wird von links nach rechts – vom Kopf zum Wirbel, von denen es auf dem rechten (Holz)Stab sechs gibt.

Darauf werden dann Haarpassés welche eine Haarpartie von bis zu 2cm Länge bedeutet; am besten aus der Kardätsche, auf zwei oder drei gespannten Fäden oder Drähten miteinander verschlungen. Man unterscheidet verschiedene Tressenarten: die einfache deutsche Tresse, die zweifache deutsche Tresse, die englische Tresse welche auch: Decktresse genannt werden, oder die holländische Tresse und die sogenannte Krepptresse z.B. zur Verwendung bei Bärten, alles das wird unter Tressieren gezählt.

Sonderformen beim Tressieren

Bei der Sonderform „Reißtresse“ wird doppelt deutsch tressiert und dann das Passé kurz abgerissen und wiederverwendet – so erhält man z.B. eine modische Kurzhaarperücke.
Ob Kunst- oder Echthaar; man kann alle möglichen Materialien tressieren. Zum Üben geht auch einfache Wolle.

Bei Echthaar muss man aber darauf achten, dass die Wuchsrichtung der Haare mit Spitze und Bart beibehalten wird, sonst besteht Filzgefahr wegen der entgegengesetzten Schuppenschichten. Es gibt spezielles dünnes Tressiergarn. Dieses ist reißfest, nicht elastisch und kann in natürlichen Haarfarben erworben werden.Als Alternative tut’s jedoch auch Knopflochgarn. Besonders feine Haararbeiten werden sogar auf geschmeidiger Seide tressiert. Die Fäden sollten im Rahmen unter Spannung stehen, damit man die Haare um das Garn schlingen kann und sich nicht das Garn im Gegenzug um die Haarsträhnen wickelt. Die Perückentresse wird dreimal geschlagen, damit sie gestreckt mehr Haarfülle und -volumen liefert.
Beim Schieben der Tresse nach links mit rechter Zeigefingerkuppe zwischen den oberen Fäden, ist es ratsam, den Finger vor Einschneiden der Haare mithilfe eines dünnen Handschuhs oder Pflasters zu schützen. Haar schneidet wie Papier.
Wenn man die drüber-drunter-Technik beim Weben verinnerlicht hat oder zu Grundschulzeiten Freundschaftsbändchen eingeknüpft hat, ist das Tressieren keine Technik mit sieben Siegeln.

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